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Ballaststoff Verdauung


Ballaststoff ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Verbindungen wie z.B. Stütz- und Strukturelementen der Pflanzenwand. Die meisten Ballaststoffe können aufgrund ihrer Struktur Wasser binden.


Chemisch gehören die Ballaststoffe (außer Lignin) zur Gruppe der Kohlenhydrate (Polysacchariden). Da Ballaststoffe aus speziellen Verbindungen bestehen, wie z.B. aus Nicht-Glucose-Zuckern oder aus Zuckersäuren, fehlen dem Menschen die zur Spaltung nötigen Enzyme. Somit sind Ballaststoffe für uns Menschen unverdaulich, was folgende wichtige positive Eigenschaften mit sich bringt.

Die physiologische Wirkung der Ballaststoffe:
- Kauverlängerung: mehr Speichel im Mund
- Quellvermögen: 100g Kleie binden ca. 440g Wasser
- Verlängerung der Verweildauer der Speisen im Magen
- Erhöhte Pufferkapazität für überschüssige Magensäure
- Normalisierung der Transitzeit des Nahrungsbreis auf ca. 20-28 Stunden
- Bindung von toxischen Substanzen, z.B. Gallensäure und dadurch eine Senkung des Cholesterinspiegelsl
- Vergrößerung des Stuhlvolumens, Stuhlgewichts
- Verstärkung der Eigenbewegung des Damrs
- Verbessertes Wachstum von Darmbakterien
- Dämpfender Einfluss auf den Anstieg der Blutzuckerkurve

Achtung: Ballaststoffe haben einen Wirkungsverlust bei der Verdauung von durchschnittlich 80% im erhitztem Zustand!

Die tägliche Nahrung sollte ca. 30 g an Ballaststoffen wie Cellulose oder Pektine enthalten. Diese Bestandteile natürlicher Nahrungsmittel gehen durch technische Verarbeitungsprozesse und veränderte Ernährungsgewohnheiten oft verloren.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, -reis, Gemüse und Obst sichert eine ausreichende Zufuhr an Ballaststoffen.

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