Grundumsatz Leistungsumsatz
Die richtige Ernährung ist eine der Grundvoraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden überhaupt. Sie dient der Aufrechterhaltung sämtlicher Lebensvorgänge. Bedarfsangepaßt bezieht sich auf eine angemessene Energie- und Nährstoffzufuhr in bezug auf Alter, Geschlecht und Leistungen (Beruf, Freizeit, Sport), um eine ausgeglichene Energiebilanz zu gewährleisten und um Mangelsituationen auszuschließen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Ernährung besteht deshalb zunächst darin, dem Körper Energie zu liefern.
Auch in völliger Körperruhe benötigen wir Energie z. B. für die Atmungsvorgänge, die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und die Herz-Rreislauf-Tätigkeit. Diesen für die Erhaltung der Lebensvorgänge notwendigen Anteil nennen wir Grundumsatz.
Alles, was der Körper über den Grundumsatz hinaus für berufliche, freizeitliche und sportliche Aktivitäten zusätzlich verbraucht, bezeichnet man als Leistungsumsatz.
Vollwertig bezieht sich auf die Zufuhr aller essentiellen (= lebensnotwendigen) Nährstoffe durch Lebensmittel in einer dem Bedarfentsprechenden Höhe.
Während 10 bis 15 Prozent Protein als »genug« erscheint und man besser nicht mehr als 30 Prozent Fettkalorien zu sich nehmen sollte, bleiben 55 bis 60 Prozent der Kalorien in Form von Nahrungskohlenhydraten übrig - Bereiche, die ein akzeptabler Anhaltspunkt für körperlich aktive Menschen sein können. Aber was spricht gegen eine Verschiebung der Relation in Richtung 20 Prozent Protein, 35 Prozent Fett und »nur« 45 Prozent Kohlenhydrate, wenn gesundes Fett und Kohlenhydrate mit günstigem glykämischen Index gegessen werden? Die mit einer solchen Nährstoffrelation erreichte anhaltende Sättigung und gleich bleibende Blutzuckerhöhe trägt sicherlich besser zur schlanken Linie bei als eine unkritische Kohlenhydratfreigabe. Aus Erfahrung wissen wir nämlich, dass so hohe Kohlenhydratmengen nur durch vermehrten Verzehr von Weißmehlerzeugnissen, Süßigkeiten, Haushaltszucker und stark gezuckerten Limonaden erreicht werden. Wer sich kohlenhydratbewusst ernährt und stattdessen gut sättigende Kohlenhydratträger mit günstigem glykämischen Index bevorzugt, kommt ohnehin nur auf einen gesunden Kohlenhydratanteil von 40 bis 45 Prozent.
