Lebensmittelauswahl Grundlage vollwertige Ernährung
Die Lebensmittelauswahl sollte auf der Grundlage einer vollwertigen Ernährungsweise basieren. Hierunter versteht man eine Ernährung, die sich auf folgende Empfehlungen stützt:
- Bevorzugung mehr pflanzlicher Lebensmittel, wobei fettarme Milchprodukte empfohlen und Fleisch in geringen Mengen erlaubt sind.
- Die Lebensmittel sollten so natürlich wie möglich sein, d.h. sie sollten eine geringe Verarbeitung aufweisen. Stark verarbeitete Lebensmittel, wie Nahrungsmittel aus Dosen und Konserven, sind weniger empfehlenswert, ebenso Auszugsmehle (Typ 405), Produkte mit isoliertem Zucker und verschiedene künstlich hergestellte Präparate.
- Verzehr unerhitzter und frischer Lebensmittell: Damit ist die Empfehlung gemeint, ca. 50 % aller Lebensmittel im frischen und unerhitzten Zustand zu essen. Salate und Obst der Saison, naturtrübe Säfte, Nüsse und Getreideprodukte sind zu bevorzugen.
- Eine schonende, fettarme und schmackhafte Zubereitung der Speisen: Beim Erhitzen der Lebensmittel wird Wert auf die Techniken des
Dämpfens, Garens und Dünstens gelegt. Fritieren oder das Zubereiten in schwimmendem Fett wird abgelehnt, der Einsatz teflonbeschichteter Pfannen, die ein Zubereiten ohne oder mit wenig Fett ermöglichen, wird bevorzugt. Als günstig zu beurteilen ist der Einsatz von Kochtöpfen mit
einem sog. Doppel-Sandwich-Boden (spezieller Thermoboden) und einem Glasdeckel zum ungeöffneten Beobachten der Speisen.
- Bei der Verwendung von Speisefetten ist auf die Qualität zu achten, nicht empfehlenswert sind raffinierte Öle und normale Pflanzenmargarinen (u.a. wegen dem Gehalt an trans-Fettsäuren), besser wären kaltgepresste Öle und Butter (bei normalen Blutfettwerten). Knapp mit Fetten umgehen: Lieber das Öl in der Salatsoße gegen ein mildes Joghurt-Dressing austauschen.
- Keine Zusatzstoffe in den Lebensmitteln: Also Verzicht auf Konservierungsstoffe wie Benzoesäure, Zucker; den Einsatz künstl. Geschmacksverstärker oder künstl. Farbstoffe meiden!
- Keine Gentechnik, Food-Design oder Bestrahlungen. Auch hier gilt: Zurück zur Natur! Selbst wenn die Gentechnik in der Pharmazie lebensrettende Erfolge aufweisen kann, in den Lebensmitteln hat sie wegen der Gefahr bisher noch unbekannter Risiken nichts zu suchen. Bestrahlte Lebensmittel haben ein noch höheres Risikopotential und sind deshalb ebenfalls abzulehnen.
- Bevorzug
ung möglichst ökologisch erzeugter Lebensmittel! Ein sensibles Thema sind die sog. Ökoprodukte. Strenge Richtlinien anerkannter Verbände (z.B. Bioland, Demeter, Naturkind etc.) garantieren jedoch hochwertige Lebensmittel:
Naturbelassenheit, ungespritzt, keine Düngemittel, artgerechte Tierhaltung usw. bei inzwischen stark gesunkenen Preisen. Urteil: Empfehlenswert!
- Versuchen Sie Jahreszeitliches aus der Region zu verzehren. Frische Erdbeeren im Winter oder Apfelsinen im Frühling sind garantiert
Züchtungen mit all ihren unbekannten Risiken. Besser ist u.a. der heimische Boskop-Apfel, der sich auch gut einwintern läßt.
- Durch die industrielle Weiterverarbeitung fällt viel Verpackungsmaterial an, durch die Naturbelassenheit und umweltfreundlichere
Technologien dagegen werden weniger Schadstoffe produziert.
- Wenn Sie Fleisch mögen, essen Sie nur hochwertige Qualität bekannter Herkunft. Essen Sie Fleisch möglichst nur 1-2 mal in der Woche in
kleineren Portionen, wobei Fischfleisch weniger Fett und gutes Eiweiß enthält.
