Nahrungsergänzungen Nährstoffmangel
Brauchen wir Nahrungsergänzungen?
Die Umsetzung Ihrer jeweils persönlichen »Idealernährung« sorgt normalerweise auch für eine ausreichende Aufnahme aller benötigten
essenziellen Mikronährstoffe. Die Berücksichtigung von Kohlenhydraten mit einem niedrigen glykämischen Index verbessert in vielen Fällen sogar die Nährstoffversorgung (hohe Nährstoffdichte). Im Allgemeinen ist es mit etwas gutem Willen also möglich, die von verschiedenen Ernährungsorganisationen aufgestellten Nährstoffzufuhr-Empfehlungen zu erreichen.
Wie sieht die tägliche Ernährungspraxis aus?
In unserem täglichen Leben ist ein Nährstoffmangel oft schon vorprogrammiert. Denn viele Alltagsgegebenheiten verhindern eine ausgewogene und vollwertige Ernährung nach den Nährstoffzufuhr-Empfehlungen: Oft fehlt uns die Zeit zum Einkaufen und Kochen, frisches Obst und Gemüse haben durch ungünstige und zu lange Lagerung wertvolle Inhaltsstoffe verloren oder die falsche Zubereitung mindert den Nährwert. Oder aber man will sich nicht groß um den Einkaufund die Zubereitung von Speisen kümmern, sondern die Freizeit lieber nutzen, um Sport zu treiben. Sie sehen: Zum Teil sind Nährstoffdefizite eindeutig hausgemacht!
Die Folgen von Nährstoffmangel bei Sport und Gewichtsreduktion
Während bei »normaler« Beanspruchung eine leicht unter den Empfehlungen liegende Nährstoffzufuhr nicht zwangsläufig zu Mangelerscheinungen führen muss, kann sich bei Sportlern mit zunehmendem Leistungsanspruch ein Defizit umso schneller nachteilig auswirken. Je höher das jeweilige Leistungsniveau ist und je weiter die Leistungsziele gesteckt sind, desto gewissenhafter sollte die Ernährung des Sportlers geplant sein. Denn schon geringe Fehler in der Ernährung können sehr große Auswirkungen auf die Trainings- und Wettkampfleistung haben und so die Erfolgsaussichten eines harten Trainings deutlich schmälern. Sportler, die Höchstleistungen erbringen müssen, reagieren auf Nährstoffdefizite und Mangelsituationen wesentlich empfindlicher als Nichtaktive. Häufige Folgen eines solchen Nährstoffmangels sind Muskelverkrampfungen, verzögerte Regeneration, deutlicher Leistungsabfall, ausbleibender Trainingserfolg und verstärkte Infektanfälligkeit.
Bei Sportlern sinnvoll: Nahrungsergänzungen
Bei Sportlern kommt es häufig auch zum so genannten Zeit-Mengen-Problem. Das bedeutet, dass der hohe Energie- und Nährstoffbedarf einerseits und die langen Trainingszeiten bzw. die spezifischen Wettkampfbedingungen andererseits gerade im Leistungssport eine ausgeklügelte Ernährungsstrategie erfordern: Hier müssen sowohl die Verweildauer von Speisen im Magen als auch die persönliche Verträglichkeit berücksichtigt werden. Genauso wie ein voller Bauch nur ungern studiert, trainiert er auch nicht gern. Um dies zu vermeiden, können hochwertige und leicht verdauliche Nahrungsergänzungen gewohnte Mahlzeiten sinnvoll ersetzen. Selbst Kraftsportanfänger benötigen in der Muskelaufbauphase täglich mindestens 4000 Kilokalorien in optimaler Zusammensetzung. Mit normaler Ernährung ist dies fast unmöglich. Bei einem so hohen Energieumsatz ist es nicht einfach, den erhöhten Bedarf durch normale Lebensmittel zu decken. Hier benötigt ein Sportler Nahrungsergänzungsmittel, die ausreichend Energie liefern, ohne den Organismus zusätzlich zu belasten.
Wer profitiert noch von Nahrungsergänzungen?
Oft hat man den Eindruck, dass diejenigen, die sich am wenigsten Gedanken um ihre Ernährung machen, am häufigsten auf Nahrungsergänzungen zurückgreifen bzw. am meisten davon profitieren würden. Tatsächlich kann man aber nicht von einer generellen »Kaschierungstaktik« in der Bevölkerung sprechen. Im Gegenteil, vor allem Gesundheitsbewusste oder Personen, die ihren Gesundheitszustand als nicht zufriedenstellend betrachten, nehmen Nahrungsergänzungsmittel ein. In der Wissenschaft ist man sich einig, dass der gezielte Einsatz von Nahrungsergänzungen bei so genannten Risikogruppen sinnvoll ist. Zu diesen zählen beispielsweise Personen, die über längere Zeit eine Reduktionsdiät machen, die bestimmte Magen-und Darmerkrankungen oder einen erhöhten Nährstoffbedarf haben (z. B. Schwangere und Stillende), sowie Senioren und alle, die sich, aus welchen Gründen auch immer, einseitig ernähren. Es versteht sich von selbst, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Alibi für fehlendes Bemühen um eine ausgewogene Ernährung sein dürfen. Sinnvoll angewendet erleichtern sie aber eine optimale Nährstoffversorgung.
Die Vorteile einer Nahrungsergänzung für Sportler:
■Die Ernährung lässt sich gezielt mit einem oder mehreren spezifischen Nährstoffen anreichern. Die Auswahl des Nährstoffs richtet sich nach der Sportart und der jeweiligen Trainingsphase.
■Nahrungsergänzungen können den Mehrbedarf ohne zusätzliche Nahrungszufuhr decken. Sie können als Mahlzeitenersatz bei extrem hohem Energieumsatz, bei Zeitmangel und rasch folgenden Trainings- und Wettkampfeinsätzen dienen.
■Die Nährstoffdichte wird erhöht, ohne dass viel mehr Nahrung aufgenommen werden muss.
■Proteinkonzentrate enthalten nur wenig stoffwechselbelastende Substanzen wie gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und harnsäurebildende Purine, die in vielen eiweißreichen Lebensmitteln vorkommen. Sie können als Ersatz für einzelne fetthaltige Mahlzeiten verzehrt werden.
■Nahrungsergänzungsprodukte sind praktisch und vielseitig einsetzbar.
■Sie ergänzen die Kost, wenn der Sportler die Qualität und Zusammensetzung der Nahrung, vor allem auf Reisen oder bei Gemeinschaftsverpflegung in anderen Ländern, nicht sicher beurteilen kann.
■Sie sichern auf einfache Weise die Nährstoffversorgung.
