Sportlernahrungsprodukte und Dopingsubstanzen
Können Sportlernahrungsprodukte Dopingsubstanzen enthalten?
Vielleicht gehören auch Sie zu der Gruppe von Verbrauchern, die der Zufuhr von Sportlernahrungsprodukten skeptisch gegenüberstehen: Viele fürchten, dass diese gesundheitsschädliche Substanzen enthalten.
Leistungssportler haben oftmals Bedenken, weil sie nicht sicher sind, ob Sportlernahrungsprodukte frei von Dopingsubstanzen sind. Sie können jedoch sicher sein: Bei Nahrungsergänzungen seriöser Hersteller haben sie keinen gesundheitlichen Schaden zu befürchten. Dennoch sollten Leistungssportler beachten: Solange zentrale Initiativen zum Verbot solcher unerlaubter Dopingsubstanzen noch keinen Erfolg haben, kann die Unbedenklichkeit bestimmter Produkte lediglich seitens einzelner Hersteller bescheinigt werden. Diese Hersteller garantieren eine umfassende Qualitätskontrolle ihrer Ausgangsstoffe und Fertigpräparate auf Steroidhormone und deren Vorläufersubstanzen.
Sportlernahrungsprodukte und Nahrungsergänzüngsmittel, die über das Internet oder auf andere Art der Direktbestellung bezogen werden, entziehen sich grundsätzlich der staatlichen Kontrolle zur Sicherung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
Mitgliedsfirmen der Gesellschaft für Ernährungsforschung e. V. (GfE) garantieren freiwillig die Freiheit von Dopingsubstanzen in ihren Produkten. Bei diesen Firmen können Sie also sicher sein, dass ihre Produkte keine Substanzen enthalten, die auf dem Doping-Index stehen!
Wie erkenne ich dopingfreie und sichere Sportlernahrungsprodukte und wo bekomme ich sie?
Als Verbraucher sollten Sie in jedem Fall alle Hersteller von Sportlernahrungsprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln meiden, die auch Prohormone in ihrem Angebot haben. Als Nächstes stellt sich für Sie jedoch die Frage, wie Sie aus der Vielzahl von Angeboten das Supplement wählen, das für Sie passend ist und von einem seriösen Anbieter kommt. Ein Spaziergang über Europas größte Fitnessmesse, die FIBO in Essen, oder ein Blick in die Fitnesszeitschriften macht deutlich, wie schwer das ist. Viele Verbraucher sind total überfordert. Die GfE gibt in ihren Hintergrundinformationen wichtige Tipps, was Sie beachten müssen.
Ist der Einsatz von Sportlernahrungsprodukten und Nahrungsergänzungen ein Muss?
Wie bereits erwähnt, gilt grundsätzlich, dass sämtliche Nährstoffe mit der Basisernährung aufgenommen werden können. Die Voraussetzung hierfür ist, dass genügend Zeit und »Lust« vorhanden sind, sich ausgewogen zu ernähren. In der Praxis stellt es sich in vielen Fällen allerdings so dar, dass die meisten Menschen arbeiten müssen und Sport in ihrer Freizeit als Ausgleich betreiben. Um trotz eines eventuellen Zeitmangels sämtliche wichtigen Nährstoffe aufzunehmen, bieten sich Sportlernahrungsprodukte als »gesundes Fast Food« an. Wenn Zeit und Gelegenheit vorhanden sind, wie z. B. am Wochenende, kann auf Sportlernahrung verzichtet und eine ausgewogene Ernährung durchgeführt werden.
Sportlernahrungsprodukte sind Lebensmittel - keine Arzneimittel -, die speziell auf die Ernährungsbedürfnisse von figurbewussten Menschen abgestimmt sind. Mit dem sinnvollen Einsatz von Sportlernahrungsprodukten können Sie Ihr persönliches Ziel bequemer und schneller erreichen!
Die sicherste Möglichkeit, gesundheitlich wirklich unbedenkliche Sportlernahrungsprodukte zu kaufen, ist der Gang ins Fitnessstudio oder in den Fitnessshop. Hier können Sie entsprechend beraten werden und die richtige Auswahl treffen.
1. Lassen Sie sich vor dem Kauf von Supplementen von Trainern und Ernährungswissenschaftlern beraten.
2. Lassen Sie sich nicht durch übertriebene Werbeversprechen blenden - maximal können im Jahr 5 kg Muskelmasse aufgebaut werden, auf gar keinen Fall schaffen Sie das in vier Wochen!
3. Auch übertriebene Angaben zur Gewichtsreduktion sind unseriös. Realistisch und für Ihre Gesundheit verträglich sind 0,5 bis 1 kg Gewichtsabnahme pro Woche.
4. Enthält das Produkt einen »geheimen Inhaltsstoff« oder basiert es auf einer mysteriösen Formel, lassen Sie besser die Finger davon.
5. Handelt es sich bei dem Angebot um eine »sensationelle« Neuentdeckung, die mit bisher bekannten Produkten nicht vergleichbar sein soll,
nehmen Sie besser Abstand vom Kauf.
6. Fragen Sie beim Anbieter, wo produziert wird bzw. ob ein eigener Herstellungsbetrieb vorhanden ist und ob eine regelmäßige Qualitätssicherung durchgeführt wird. Handelt es sich nur um einen Importeur, der selbst nicht herstellt, können Sie nur schwer herausfinden, ob die Supplemente hochwertig sind.
7. Seriöse Anbieter können wissenschaftliche Studien bzw. Anwendungsbeobachtungen vorlegen.
8. Anzeigen, in denen Sportler für Produkte werben (mit Aussagen wie: »Mit Produkt X habe ich die Form meines Lebens erreicht!«), sollten kritisch hintertragt werden. Vielleicht stimmen die Aussagen tatsächlich, z. B. wenn jemand nach längerer Krankheit beim Training wieder zu seiner ursprünglichen Form gefunden hat Auf jeden Fall aber sind »Vorher/Nachher«-Bilder in Boulevardzeitschriften mit Bestellmöglichkeit über ein Auslandspostfach als wenig glaubwürdig anzusehen.
9. Vorsicht vor Anbietern, die mit Bildern und Namen von Wissenschaftlern, Ärzten etc. werben. Dies ist ein klarer Verstoß gegen das Lebensmittelrecht. Seriöse Anbieter aus Deutschland würden dies aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen nicht tun.
10. Ist das Produkt sehr teuer oder sehr preiswert im Vergleich zu anderen Angeboten, ist ebenfalls Skepsis geboten.
